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Parkett oder Laminat?

Wo ist der Unterschied?

Parkett und Laminat gehören zu den beliebtesten Bodenbelägen. Sie ähneln sich in vielen Dingen, vor allem in der Optik: Kaum jemand ist wohl in der Lage, auf den ersten Blick hochwertiges Laminat in Holzoptik von Parkett zu unterscheiden. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Bodenbelägen zeigen wir hier im Vergleich auf.

Zunächst einmal kann man natürlich nicht sagen, dass der eine Boden schlechter ist als der andere - beide Bodenbeläge haben besondere Vorteile und vielleicht auch Nachteile. Es geht also viel mehr darum, herauszufinden, wie beide Bodenvarianten aufgebaut sind, was das für ihre Nutzung bedeutet und welcher Boden für Ihre individuelle Lebenssituation am besten geeignet ist - damit Sie lange Freude an Ihrem neuen Bodenbelag haben!


Parkett: Echtes Holz und Atmosphäre 

Parkett ist ein Bodenbelag aus Echtholz. Sowohl die HDF-Mittellage und der stabilisierende Gegenzug auf der Unterseite als auch die Oberfläche bestehen aus Holz. Damit bringt Parkett wie von selbst eine natürliche und gemütliche Atmosphäre in jeden Raum. Auch was die Fußwärme angeht, ist echtes Holz auf dem Boden einfach unschlagbar. Als Boden aus Echtholz muss Parkett zusätzlich zur Reinigung regelmäßig gepflegt werden. Das ist auch einer der größten Unterschiede zum Laminat. Die gute Nachricht; Die Oberfläche des Parkettbodens ist beim Fertigparkett wie dem MEISTER-Parkettboden bereits wohnfertig behandelt und muss nicht mehr versiegelt werden. Zusätzlich zur normalen Reinigung (häufig reicht einfaches Staubsaugen aus, um losen Schmutz zu entfernen) sollten die Dielen ca. 1 x im Jahr nachgeölt werden (bei naturgeöltem Parkett), bei einer Oberfläche aus Lack mit einem entsprechenden Pflegemittel behandelt werden. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie hier.

Das Naturmaterial Holz, aus dem Parkett besteht, hat im Vergleich zu Laminat einen weiteren kleinen Nachteil: Es kann sich bei Sonneneinstrahlung verfärben und je nach Holzart heller, dunkler oder gelbstichig werden. Bei bodentiefen Fenstern und dementsprechender starker Sonneneinstrahlung sollten Sie also auf ausreichenden Schutz durch Vorhänge oder ähnliches achten oder eben Laminat einsetzen. Das hat nämlich mit dem Wert 8 auf der Wollblauskala einen der besten Werte für Lichtechtheit und verändert damit seine Farbe auch durch Sonne nicht - ein großer Vorteil des Laminat.

Im Gegensatz zu Laminat lässt sich Parkett abschleifen (auch in der Mehrschichtvariante) und hat dadurch eine längere Lebensdauer als Laminat, ist aber in der Anschaffung auch teurer. Der höhere Preis rechnet sich dann durch die potentiell längere Einsatzdauer. Übrigens ist Parkett von  MEISTER ein sehr nachhaltiger Boden: Bedingt durch den stabilen Aufbau mit HDF-Mittellage ist beim Fertigparkett für die dritte Schicht (also die Holz-Deckschicht) eine Stärke von lediglich 2,5 mm notwendig. Das minimiert den Einsatz von wertvollem Holz, ist gut für die Umwelt und lässt sich bei Bedarf trotzdem noch abschleifen.


Laminat: Robuster Alleskönner 

Laminat hat immer noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Das wichtigste zuerst: Laminat besteht keinesfalls aus Kunststoff und zählt daher nicht zu den "künstlichen Bodenbelägen" wie beispielsweise Vinyl! Vielmehr besteht Laminat zu 100 % aus natürlichen Materialien, allen voran Holz, (Dekor-)Papier und Harz. Das macht ihn ähnlich wie Parkett zu einem natürlichen und nachhaltigen Bodenbelag. 

Für Laminat stehen Dekore in verschiedenen Holzarten und anderen Designs zur Verfügung - die Auswahl ist fast endlos und wird von den Herstellern laufend an aktuelle Trends angepasst. So kommen nicht nur Holzoptiken, sondern auch Nachbildungen von anderem Material wie z. B. Stein oder Fliesen zum Einsatz.

Hochwertiges Laminat von heute hat nichts mehr zu tun mit dem Laminat, das in den 90er Jahren auf den Markt kam - weder optisch, noch was die technischen Eigenschaften angeht. Wie auch das Fertigparkett hat der Bodenbelag Laminat einen Aufbau aus mehreren Schichten. In der Mitte eine hochverdichtete Faserplatte, ein stabilisierender Gegenzug als unterste Schicht und als oberste Schicht ein mit Melaminharz getränktes Dekorpapier. Dieses Harz ist es auch, das den Laminatboden so strapazierfähig und pflegeleicht macht. In der hochwertigen Premium-Variante mit extra kratzfester Diamond Pro-Ausstattung ist Laminat bei Kindern und Haustieren also die wahrscheinlich beste, weil unempfindlichste Wahl. Auch lauter Laminatboden gehört der Vergangenheit an. Die Dielen sind durch die HDF-Platte relativ schwer, geraten also nicht so leicht in Schwingung. Eine integrierte oder zusätzliche verlegte Trittschallkaschierung macht Laminat noch einmal deutlich leiser. Der Bodenbelag Laminat hat übrigens kein Problem mit Wasser. Dichte Fugen und eine quellgeschützte Mittellage sorgen dafür, dass weder Wischwasser noch umgeschüttete Flüssigkeiten Schaden anrichten können. Wasserfestes Laminat lässt sich sogar im Bad verlegen!

Wie unterscheidet sich die Verlegung von Laminat und Parkett?

Beim Verlegen von Laminat und Parkett gibt es keine elementaren Unterschiede. Beide eignen sich durch ihr stabiles Klick-System hervorragend für die schwimmende Verlegung, auch auf einer Fußbodenheizung, sind aber auch für die vollflächige Verklebung freigegeben. Laminat ist bereits mit einer integrierten Trittschalldämmung erhältlich, das erspart gegenüber dem Holzboden natürlich einen Arbeitsgang und sorgt für noch einfacheres Verlegen. Mit einem sogenannten Laminatknacker geht die Arbeit zudem etwas leichter von der Hand als mit einer Säge, die Sie in jedem Fall für den Parkettboden benötigen. Der einzige Unterschied: Bei der Verlegung ist es natürlich ärgerlicher, wenn Ihnen beim Sägen von Parkett ein Fehler unterläuft als beim Zuschneiden der etwas günstigeren Laminatdielen.