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Verlegerichtung bei Laminat und Parkett: Wie der Boden den Raum verändert

     

Wer Wohnzimmer, Küche & Co. einen neuen Look verleihen möchte, kann schon allein mit der Verlegung des Bodens einiges bewirken. Kleine Zimmer können größer erscheinen und besonders große Räume erhalten mehr Struktur. Wahlweise kann durch die Auswahl des Bodenbelags und seine Verlegung ein gleichmäßiges, ruhiges Bild oder stattdessen ein lebendiger Effekt erzielt werden.

Nichts prägt den Charakter eines Raumes so sehr wie der Bodenbelag, den Sie verlegen. Dabei spielen nicht nur die ausgewählte Holzart, die Oberflächenbearbeitung und Färbung eine Rolle. Auch die Richtung, in die Parkett oder Laminat verlegt werden, hat einen großen Einfluss auf die Atmosphäre des Zimmers.  Wer Wohnzimmer, Küche & Co. einen neuen Look verleihen möchte, kann schon allein mit der Verlegung des Bodens einiges bewirken. Kleine Zimmer können größer erscheinen und besonders große Räume erhalten mehr Struktur. Wahlweise kann durch die Auswahl des Parketts oder Laminats und seine Verlegung ein gleichmäßiges, ruhiges Bild oder stattdessen ein lebendiger Effekt erzielt werden. Wir zeigen Ihnen anhand eines Raumes, wie optisch unterschiedlich die Verlegerichtungen wirken können.

1. Boden verlegen: Der Sonne entgegen

Bei der Verlegerichtung gibt es eine „Grundregel“, die besagt: Dielen immer mit dem Lichteinfall des Fensters verlegen, das als Hauptlichtquelle dient. Tatsächlich machen Heimwerker damit nichts verkehrt, denn folgen die Dielen dem Lichteinfall, sind Fugen und mögliche Unebenheiten eher verdeckt. Der Fußboden wird als harmonische, gleichmäßige Oberfläche wahrgenommen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, die Bretter trügen das Licht in den Raum hinein – es entsteht eine helle, freundliche Atmosphäre.

2. Mit Schattenspielen Holzböden Wirkung verleihen

Eine Verlegung des Bodens quer zum Lichteinfall kann ein starkes Statement sein und wirkt in großen Räumen besonders spannend: Die parallelen Dielenfugen werfen dann stärkere Schatten und fallen dadurch deutlicher auf. Wer also sein Parkett oder Laminat bestmöglich zur Geltung bringen und dessen natürlichen Charakter hervorheben möchte, dem gelingt dies am besten durch die Querverlegung.

3. Bodenbeläge: Längs oder quer?

Natürlich kommt das Licht nicht immer nur aus einer Richtung: Wird der Raum über mehrere Fenster mit Helligkeit versorgt, kann auch die diagonale Verlegung eine gute Lösung sein. So ergibt sich ein besonders spannendes Bodenbild, das in abwechslungsreichem Kontrast mit den Konturen des Zimmers steht. Aber nicht nur der Lichteinfall kann die Entscheidung für eine Verlegerichtung beeinflussen. Was sehen Personen, die den Raum betreten? Wohin führt sie ihr Weg sie? Ein schmaler Hausflur kann beispielsweise deutlich länger erscheinen, wenn Dielen und Bretter darin längs verlegt werden. Eine gezielte Querverlegung lässt den Gang wiederum kürzer, dafür aber breiter wirken.

 Die drei Varianten der Verlegerichtung:

  • Verlegung mit dem Lichteinfall: Fugen fallen nicht auf.
  • Verlegung quer zum Lichteinfall: Fugen werden betont.
  • Variante bei mehreren Fenstern: Die diagonale Verlegung.

Übrigens: Nicht nur die Verlegerichtung, sondern auch der Farbton kann einen Raum grundlegend verändern: Bei kleinen Zimmern mit niedriger Decke, bieten sich helle Böden an, um die offene Wirkung eines lichtdurchfluteten Wohnbereichs zu erzeugen. Kombiniert mit einer hell gestrichenen Decke, gewinnt der Raum optisch an Höhe. Ein Altbau mit hohen Räumen verträgt dagegen beispielsweise auch einen dunklen Parkettboden.  Auch die Größe der Bodenbretter beeinflusst die Raumwirkung. Viele Hersteller von Parkett und Laminat bieten daher ihre verschiedenen Designs in unterschiedlichen Größen an. Je größer die Dielen ausfallen, desto kleiner wirkt der Raum. Zur optischen Vergrößerung kleiner Zimmer bietet sich dementsprechend ein Boden aus kleineren Stäben an.


Welches Format für welchen Raum?

Grundsätzlich lassen sich vier Dielenformate voneinander unterscheiden:  Langdielen, Kurzdielen, Fliesenformate und Stäbe.
Langdielen über zwei Meter Länge entfalten ihre Wirkung natürlich besonders schön in großzügigen Räumen. Sind sie dann noch mit kleinen Fugen an den Längsseiten ausgestattet (» 2 V «), ist die Illusion der Endlosdiele perfekt.

Die Kurzdiele ist das variabelste Format, das sich der Raumsituation perfekt anpasst. Es lässt sich besonders komfortabel verlegen (und auch transportieren). Ein kompaktes Großfliesenformat wirkt besonders modern und ermöglicht auch in kleineren Räumen ein spannendes Verlegebild. Mit Stabformaten lassen sich ganz unterschiedliche Verlegemuster realisieren: Vom sogenannten englischen Verband (gleichmäßig versetzt) über den wilden Verband (wild versetzt) bis hin zum angesagten Fischgrät ist hier die Auswahl entsprechend groß.