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Wohnzimmer im Kolonialstil
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Fremde Länder in der eigenen Wohnung: Der Kolonialstil

  

Die Geschmäcker von Einrichtungsliebhabern sind so unterschiedlich wie die Vielfalt der Wohntrends, mit denen Räume gestaltet werden können. Einer dieser Trends, der wiederauflebt und durch einen interessanten Mix besticht, ist der Kolonialstil. Wer sich dieses besondere Flair in die eigenen vier Wände holen möchte, sollte auf ein paar Dinge achten. 

Der Ursprung des Kolonialstils

Der Begriff „Kolonialstil“ beschreibt streng genommen kein fest definiertes Erscheinungsbild eines bestimmten Einrichtungsstils. Das ist so, weil der sogenannte Kolonialstil eigentlich einen Baustil der europäischen Kolonien in Amerika bezeichnet, der von unterschiedlichen Kulturen geprägt wurde, die miteinander verschmolzen. Die Ursprünge des heutigen Einrichtungstrends beginnen im 15. Jahrhundert mit der Kolonialisierung Nord-, Mittel- und Südamerikas durch europäische Seemächte wie beispielsweise Portugal, Frankreich, die Niederlande oder England. Sie brachten die jeweiligen Stile der heimatlichen Renaissance und des Barocks in Form von Möbeln und architektonischen Baumerkmalen mit ins Land. Diese prägten fortan das Bild neu aufgebauter Gebäude, Räume und Einrichtungen. 

In den darauffolgenden Jahrhunderten wurden auch der afrikanische, der asiatische und der australische Kontinent von europäischen Mächten kolonialisiert. In weiten Teilen Asiens und Afrikas ist dieser Einrichtungsstil auch heute noch präsent. Inzwischen erfreut sich der Einrichtungsstil einstiger Tage weltweit wieder großer Beliebtheit und erfährt im wahrsten Sinnen des Wortes seine zweite Renaissance in den Wohnungen und Häuser stilbewusster Design- und Interieur-Liebhaber.


Kommode aus Edelholz im Kolonialstil mit Masken und Vasen aus verschiedenen Ländern

Der Kolonialstil und sein Material

Schon immer waren natürliche Materialien und dunkle Hölzer das bestimmende Merkmal des Kolonialstils. Für die Herstellung von Möbeln kamen vor allem edle Hölzer wie Teak und Mahagoni zum Einsatz, die ein gemütliches und warmes Wohnambiente schufen. Nicht selten wurden die Möbelstücke aufwendig und kunstvoll mit dekorativen Elementen verziert. Auch heute prägen Inneneinrichtungen aus dunklen Hölzern das Gesamtbild des Kolonialstils. In manchen Räumen trifft man sogar auf nostalgisch anmutende, aber modern gearbeitete Vertäfelungen aus Holz.


Schlafzimmer im Kolonialstil mit weißen Paneelen halbhoch an der Wand

Farben und Muster des Kolonialstils

Die Gesamterscheinung des ursprünglichen Kolonialstils zeichnete sich durch die stilistischen Einflüsse europäischer Länder aus, die mit den vorherrschenden Gestaltungselementen der (Innen-)Architektur und Exotik des kolonialisierten Gebiets kombiniert wurden. Ein Stilmix entstand. Um die warme Atmosphäre der aus dunklen Hölzern gefertigten Möbel zu unterstreichen, wurden für Polstermöbel oft farbenfrohe Stoffe in passenden Tönen gewählt, beispielsweise Braun oder Rot. Nicht selten zierten Blütenmuster Polsterungen, Kissen und Tischdecken, sodass das Gesamtbild der Inneneinrichtung etwas aufgelockert und mit exotischen Akzenten versehen wurde. Die Wände bekamen als Kontrast zum vorwiegend dunklen Mobiliar meist einen weißen Anstrich. Dieser setzte die Einrichtungsgegenstände gekonnt in Szene und machte die oft großzügig geschnittenen Zimmer mit hohen Decken zu wahren, lichtdurchfluteten Raumerlebnissen mit echtem Wohlfühlfaktor. 


Akustikpaneele aus Filz von MEISTER an der Wand

Der Kolonialstil heute: Tipps fürs eigene Zuhause

Wer sich heute sein Reich im Kolonialstil einrichten möchten, dem sind bei der Gestaltung der Räumlichkeiten keine Grenzen gesetzt. Jedoch sollte auf einige Dinge geachtet werden, damit der Einrichtungsstil seine volle Wirkung entfalten kann. 

Da Mobiliar im Kolonialstil aus sehr dunklen und edlen Hölzern hergestellt wird oder die Hölzer durch das Beizen eine dunkle Optik erhalten, haben die Einrichtungsgegenstände generell eine starke Präsenz in Räumen. Daher sollten sie im besten Fall als Akzent im Wohnambiente platziert werden, damit sie nicht zu schwer und wuchtig wirken. Zudem empfiehlt es sich, einen hellen Anstrich für die Wände zu wählen, beispielsweise Creme- oder Beigetöne. So entsteht ein geschmackvoller Kontrast, der fast wie eine Leinwand wirkt, auf der die Einrichtungsgegenstände abgebildet sind. Doch auch wer mehr Farbe in seine Räume bringen möchte, muss auf den Kolonialstil nicht verzichten. Warme Töne wie beispielsweise Bordeaux passen hervorragend zum Mobiliar im Kolonialstil. Denn diese bewegen sich innerhalb der gleichen Farbfamilie wie die Edelhölzer und erzielen dadurch ein besonders harmonisches und edel wirkendes Gesamtbild. Allerdings sollte bei einer solchen Farbgestaltung der Räume darauf geachtet werden, dass diese groß genug sind und über genügend Lichteinfall verfügen. Anderenfalls können die Räume schnell klein und dunkel wirken. Abgerundet wird der Kolonialstil durch Dekorationselemente, die durch Muster und exotische Ornamente Akzente im Ambiente setzten. 


Dunkler Parkettboden in Schiffsbodenoptik

Der passende Boden für den Kolonialstil

Für den perfekten Auftritt des Kolonialstils darf der passende Boden natürlich nicht fehlen. Bei dessen Auswahl kommt es darauf an, vorab zu entscheiden, wie das Mobiliar in Szene gesetzt werden soll. Wer beispielsweise ein besonders harmonisches Zusammenspiel zwischen Bodenbelag und Mobiliar erzeugen möchte, für den ist dunkles Parkett das richtige Gestaltungselement. Ist die Farbgebung zwischen Parkett und Einrichtungsgegenständen genau aufeinander abgestimmt, wirkt die Kombination wie aus einem Guss. Aber auch für Einrichtungsliebhaber, die eher auf den Kontrast als Gestaltungsmittel setzten, gibt es die passenden Böden zur gekonnten Inszenierung von Möbeln im Kolonialstil. Hierfür eignen sich beispielsweise Holzböden (oder Böden in Holzoptik) in Cremetönen. Diese heben sich optisch von den dunklen Hölzern des Mobiliars ab, sodass die Einrichtungsgegenstände zum Akzent und Hingucker werden. 

Kolonialstil im Überblick 

Wer sich den authentischen Kolonialstil in die eigenen vier Wände holen möchte, sollte auf folgendes achten:

  • Multikulti
    Der Kolonialstil ist geprägt von der Kombination europäischer Handwerkskunst mit fremdländischen Materialien.
  • Dunkles Holz
    Möbel des Kolonialstils werden klassisch aus dunklen Edelhölzern wie Teak und Mahagoni gefertigt. 
  • Warme Farben
    Passend dazu werden dekorative Elemente mit warmen Farben wie Bordeauxrot oder cremefarbenes Beige kombiniert. 
  • Holzboden 
    Ein dunkler, rustikaler Holzboden harmoniert am besten mit der Einrichtung im Kolonialstil. Für einen stärkeren Kontrast eignet sich ein hellerer Boden. 
Schreibtisch im Kolonialstil vor einer weißen Wand mit modernen Bildern

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